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Im Naturpark Barnim gibt es viel Spannendes über die Entstehung der heutigen Landschaft, ihre reichhaltige Flora und Fauna sowie die Kulturgeschichte der Region zu entdecken.
Daneben ist der Barnim ein reizvolles Erholungsgebiet mit wundervoll blühenden Feuchtwiesen im Frühling, einladenden Badeseen im Sommer und bunt gefärbten Wäldern im Herbst, wo es viele Pilze zu finden gibt. Aber auch im Winter locken u.a. verschneite Wälder viele Besucher zu einem Spaziergang in das Großschutzgebiet.
Die Mitarbeiter der Naturwacht im Barnim möchten, dass jeder Naturparkbesuch ein Erfolg wird und laden deshalb das ganze Jahr über mit einem umfangreichen Veranstaltungsangebot zum hautnahen Kultur- und Naturerleben ein.
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Die Landschaft
Die Landschaft des Naturparks wird dominiert durch die eiszeitlich entstandene Hochfläche des gleichnamigen sog. Barnims. Zusammen mit Teilen des Eberswalder Urstromtals im Norden, der Havelniederung im Nordwesten und der Niederung des Berliner Urstromtals im Süden bildet sie das heutige Großschutzgebiet.
Der durch die letzte Eiszeit entstandene Höhenzug von Wandlitz über Ladeburg, Rüdnitz nach Trampe bildet die Stromgebietsgrenze von Oder und Elbe und damit die Wasserscheide für die Fließgewässer des Barnim.
Kleine und große Seen sind vereinzelt in das Landschaftsmosaik hineingestreut oder wie an einer Kette entlang der ehemaligen eiszeitlichen Schmelzwasserrinnen an Fließen aufgereiht.
Im Nordwesten schlängelt sich die Schnelle Havel mit vielen noch intakten Mäandern durch weite Feuchtwiesen und Erlenbruchwälder.
An der Ländergrenze im Tegeler Fließtal findet sich eine Einzigartigkeit, die sog.
"wachsenden Steine", die Korallenstöcke der Mark.
Hier überzieht kalkhaltiges Wasser Moose und Pflanzen, wodurch nach deren Absterben poröses Gestein zurückbleibt. Viele spezialisierte Wirbellose haben in dem äußerlich an Korallen errinnenden Gestein ihren Wohnort.
Eine weitere Besonderheit des Naturparks ist das Biesenthaler Becken, ein Gletscherbecken der
Saalevereisung. Nach dem Abtauen des Eises ist über die Jahrtausende eine reiche Moorlandschaft
entstanden. Zu finden sind hier fast alle Niedermoortypen vom Hangquell- bis zum Durchströmungsmoor.
Im Südosten des heutigen Großschutzgebiets entwickelte sich eine agrarwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft. Durch den Erhalt der Sölle, kleiner Wasserlöcher im Acker, bietet sich hier noch das traditionelle Bild vielfältig gestalteter Feldstrukturen.
Für einen anderen Abschnitt in der Landwirtschaftsgeschichte der Region stehen die ehemaligen Rieselfeldanlagen im Süden des Naturparks. Hier nutzten die Berliner von 1882 an knapp 100 Jahre lang die natürliche Klärwirkung der Bodenschichten für ihre Abwässer. Die Verrieselungsflächen wurden von den sog. Rieselbauern bestellt, die auf dem durch das Abwasser angereicherten Boden bis zu vier Ernten jährlich einbringen konnten. Das Gebiet um
Berlin-Buch und Hobrechtsfelde war somit über Jahrzehnte Kläranlage und gleichzeitig Gemüsegarten Berlins. Mit zunehmendem
Zufluss von Industrieabwässern musste die Verrieselung eingestellt werden, um den Boden vor Vergiftung zu bewahren.
Durch ein harmonisches Verhältnis von Aufforstung und der Freihaltung der großen Offenflächen entsteht hier nun ein neues stadtnahes Erholungsgebiet.
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Die Tiere und Pflanzen
Die Endmoränen und Sanderflächen sind vorwiegend mit Wäldern bewachsen. Die Kiefer ist die dominierende Baumart und zeugt somit von der menschlichen Forstnutzung. Daneben trifft man aber auch auf ursprüngliche und naturnahe Vegetation, wie die für den Naturpark typischen Buchenwälder z.B. am Liepnitzsee oder in der Barnimer Heide. Es gibt aber auch Eichenmischwälder wie im Kreuzbruch oder Erlenbruchwälder im Finow- oder Briesetal.
Im Frühling und Sommer werden die Feuchtwiesen durch eine Vielzahl von Orchideenarten in ein Blütenmeer getaucht.
Die strukturreiche Kulturlandschaft mit den landschaftsprägenden Fließ- und Standgewässern bietet vielen Arten, darunter auch die Rotbauchunke, das Wappentier des Naturparks Barnim, einen idealen Lebensraum.
Auch Biber, Fischotter, Wasserspitzmaus, Kammolch, Knoblauchkröte, Moor- und Wasserfrosch fühlen sich hier wohl.
Bedrohte Kleinfische wie Steinbeißer und Bitterling kommen in diesen Lebensräumen ebenso vor wie der seltene Edelkrebs.
Selbst die bei Feinschmeckern besonders beliebte Kleine Maräne gibt es im Naturpark in so großer Population, dass sie im Liepnitz- und Wandlitzsee noch befischt werden kann.
Zur Vogelwelt des Großschutzgebiets gehören Wasseramsel, Eisvogel und Gebirgsstelze.
In die Altholzbestände, die sich an einigen naturnahen Seenufern bilden konnten, hat die selten gewordene Schellente einen geeigneten Brutplatz gefunden, so dass sie sich im Naturpark wieder angesiedelt hat. Fisch- und Seeadler, die die fischreichen Seen zu schätzen wissen, leisten ihr hier Gesellschaft.
Die von den Gewässern gespeisten Moore und die Feuchtwiesen sind ideale Brutplätze für Kranich und Wachtelkönig. Die unterschiedlichen Brüder Schwarz- und Weißstorch finden dort ebenso eine sichere und gut gefüllte Speisekammer.
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